Ausflug ins Gemüse

Bericht: Hubert Breuer

Die Teilnehmer des Ausflugs

Die Teilnehmer des Ausflugs

Am letzten Dienstag konnten die Rekener Flüchtlinge wieder ein „Stückchen Reken erleben“. Unsere Aktion „MfR Menschen für Reken“ hatte die Asylbewerber zu einer Werksbesichtigung bei Iglo eingeladen. 22 Personen waren um 15:00 Uhr im Iglo-Gartenhäuschen versammelt, um Iglo mal in die Töpfe zu schauen. Mathilde Schwenk vom Landfrauen-Service begrüßte die Anwesenden herzlich, zeigte einen kurzen Film über die Anbau- und Produktionsprozesse und verriet fachkundig und anschaulich alles über den kontrollierten Anbau, die Ernte, die Verarbeitung und Zubereitung des Iglo-Gemüses. Erimat Wahlers stand ihr dabei als Dolmetscherin zu Seite. Mit der elektrischen Werksbahn fuhren die Teilnehmer über das Gelände und in den Hallen an den einzelnen Arbeitsstationen vorbei. In der vollautomatisierten Verpackungsstation staunten die Teilnehmer, wie der Spinat nach intensiver Wäsche, kurzfristiger Erhitzung und anschließender Schockfrostung verpackt, auf Paletten gestapelt und dann über einen Fördertunnel in das riesige Kühllager transportiert wurde.

Auf dem Feld

Auf dem Feld

Nach leckeren Kostproben aus der hauseigenen Iglo-Küche fuhren die Teilnehmer mit dem Bus durch die Rekener Lande nach Lembeck, wo sie auf einem Versuchsfeld die verschiedenen Gemüsearten und Kräutersorten zu sehen und erklärt bekamen, aber die Kräuter auch probieren konnten. Nach Rückkehr konnten die Teilnehmer sich im Werksverkauf noch mit Produkten für zu Hause eindecken.

Als kleines Dankeschön an die Sprachkünstler –

….  in 4 Wochen täglich 3 Stunden – Deutsch lernen. Mit Alfred Schemmer als Sprachcoach haben 9 Menschen aus Westafrika und Syrien begonnen Deutsch zu lernen.
Im Haus Maria Veen gab es kein Überlegen, ein Raum war schnell gefunden und so konnte der Kurs beginnen. Als „Heimkehrer“ war es für Alfred Schemmer eine Selbstverständlichkeit, dass seit mehr als 30 Jahren erworbene Sprachwissen an unsere neuen Rekener Bürger weiterzugeben. Und das sofort sehr intensiv mit täglich 3 Stunden.
Viel Verwunderung und Freude gab es dann am Dienstag morgen, dass die Gruppe eine Rundreise durch die Rekener Gemeinde machen konnte. Eingeladen von der Gruppe Menschen-für-Reken ging es über die Pättkes / Seitenstraße von Maria Veen über die Berge nach Groß Reken auf den Melchenberg. Mit kleinen Geschichten der heimischen Führer wurde aus der Geschichte und dem Leben der Menschen aus Reken erzählt. Über Bahnhof Reken, Klein Reken und Hülsten ging es wieder nach Maria Veen.
Wir danken dem Team im Haus Maria Veen für warmen Kakao und Plätzchen mit Isser Köakskes, die, vorbereitet nach der Rückkehr, auf den Tischen standen.
Unser Dank geht auch an die Meßdiener in St. Antonius, Klein Reken, für die RiesenNikoläuse – alle haben sich gefreut.

Aktionsplan der Gruppe „Reken kennen lernen“

Text: hb
Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist, den Menschen, die in Reken Zuflucht finden, hier ein Stück Heimat zu geben. Hier soll das Bibelwort konkret werden: „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen.“
Es gibt viele Wege und Möglichkeiten, Flüchtlingen zu helfen, sich in Reken einzuleben. Engmaschige Betreuung/Begleitung u.a. in der Wohngegend, der Gemeinde, bei Behörden-, Einkaufs- oder Arztgängen, Freizeitgestaltung, Vermittlung von Informationen und in Organisationen und Vereinen stehen im Fokus. Ziel ist es, Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen, um somit die Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Nur so haben die Zuflucht suchenden Menschen die Chance, sich zu integrieren, in der Gesellschaft anzukommen und letztendlich selbstständig einen Alltag mit Schule, Kindergarten und Sportvereinen zu erleben.
Eine Auswahl möglicher Aktionen wurde bei unserem Gruppentreffen am 8.12.2015 zu folgenden Bereichen zusammengestellt. Diese werden nach und nach ergänzt und vor allem – mit Leben erfüllt.
– Willkommen heißen
– Die neue Unterkunft/ Das neue Zuhause
– Einkaufen
– Das wichtigste in Reken
– Reken besser kennen lernen
– Unsere Kultur vorstellen/ vermitteln
– Information und Kommunikation

Aus Fremde wird Heimat

Reken kennen lernen,

nur so kann aus der Fremde etwas Vertrautes, ein sicherer Ort werden. Darum kümmert sich eine Gruppe, indem sie die Orientierung in Reken unterstützt:

  • wie finde ich mich in der Gemeinde zurecht
  • wo ist der nächste Arzt
  • Spielplatz
  • wo sind Einkaufsmöglichkeiten
  • wie kann ich die Schönheiten der umgebenden Landschaft des Münsterlandes erleben
  • und vieles mehr.